Quotencheck

«Dr. House»

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Bis vergangenen Dienstag hat RTL neue Folgen aus der siebten Staffel von «Dr. House» gezeigt. Diese konnten allerdings nicht an alte Erfolge anknüpfen: Es lief so schlecht wie noch nie zuvor.

Seinen Zenit hat «Dr. House» schon seit einiger Zeit überschritten: Den Höhepunkt bildete die dritte Staffel, die bei RTL in den Jahren 2007 und 2008 ausgestrahlt wurde. Damals schalteten im Durchschnitt 5,62 Millionen Zuschauer ein, in der werberelevanten Zielgruppe wurden Marktanteile von bis zu 35 Prozent erzielt. Seitdem sind die Quoten rückläufig, die sechste Staffel erreichte im Jahr 2010 noch 4,09 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und einen durchschnittlichen Zielgruppen-Marktanteil von 21,1 Prozent. Für RTL sind das zwar noch gute Werte, der Senderschnitt ist allerdings so nah wie schon lange nicht mehr.

In der ersten Hälfte der siebten Staffel sind die Quoten nun weiter gefallen. Am Sendeplatz hat RTL nichts geändert, dieser ist seit jeher der Dienstag um 21.15 Uhr. Den Staffelauftakt strahlte der Kölner Sender am 5. April 2011 aus, erreichte damit allerdings nur eine vergleichsweise geringe Reichweite von 3,59 Millionen Zuschauern. Der Gesamtmarktanteil lag mit 11,2 Prozent unter dem Senderschnitt. In der Zielgruppe hielt sich «Dr. House» dagegen über Wasser und erzielte 19,5 Prozent. Im Schnitt schauten 2,55 Millionen 14- bis 49-Jährige zu.

Zur zweiten Folge legte die Arztserie dann deutlich zu: Insgesamt entschieden sich 4,13 Millionen Zuschauer für «Dr. House», beim jungen Publikum kletterte der Marktanteil auf starke 21,1 Prozent. Eine Woche später wurden diese Werte sogar nochmals übertroffen und mit 4,19 Millionen Zuschauern der bisherige Staffelbestwert eingefahren. Auch der Gesamtmarktanteil lag bei überdurchschnittlichen 14,0 Prozent. Erfreulich sah es auch in der Zielgruppe aus, wo 2,77 Millionen Zuschauer für satte 22,6 Prozent sorgten.

Sieben Tage danach brachen die Werte allerdings ein. Schuld daran war das Champions-League-Halbfinale zwischen Schalke und Manchester United, das bei Sat.1 zu sehen war. Nur 3,32 Millionen Zuschauer hielten «Dr. House» die Treue, der Marktanteil rutschte auf 9,9 Prozent ab. Bei den 14- bis 49-Jährigen musste sich die Serie mit 14,4 Prozent begnügen, 2,02 Millionen Zuschauer schalteten ein.

Daraufhin legten die Reichweiten wieder zu, am 3. Mai bescherten 4,07 Millionen Zuschauer einen guten Marktanteil von 13,0 Prozent. Bei den Jüngeren wurden 2,66 Millionen gemessen, die ordentlichen 20,5 Prozent entsprachen. Noch besser sah es eine Woche danach aus: Die „Arena der Genies“ erzielte mit 23,6 Prozent den bislang besten Zielgruppen-Marktanteil dieser Staffel. Auch die Reichweite von 2,94 Millionen 14- bis 49-Jährigen wurde bislang nicht übertroffen. Die Gesamtzuschauerzahl blieb mit 4,13 Millionen Zuschauern dagegen relativ konstant.

Die siebte Folge verschlechterte sich am 17. Mai wieder auf unter vier Millionen Zuschauer, 3,82 Millionen blieben übrig. Beim jungen Publikum hielt sich der Marktanteil aber bei guten 20,3 Prozent. „Die Last der Lügen“ musste eine Woche danach erneut abgeben und erreichte noch 3,68 Millionen Zuschauer. Der Zielgruppen-Marktanteil verbesserte sich dagegen minimal auf 20,4 Prozent.

Am 31. Mai zeigte RTL dann bereits die vorerst letzte neue Folge. Diese trug den Titel „Mutter aus heiterer Hölle“ und bewegte 3,72 Millionen Zuschauer zum Einschalten. Beim Gesamtmarktanteil resultierten daraus 12,6 Prozent. In der Zielgruppe sorgten 2,30 Millionen Zuschauer für gute 19,4 Prozent.

Das vorläufige Fazit zur siebten Staffel fällt durchwachsen aus. Bis auf eine Ausnahme lagen zwar alle «House»-Folgen über dem RTL-Zielgruppen-Schnitt, der Abstand wird allerdings immer geringer. Im Mittel erzielten die neun gezeigten Folgen 20,2 Prozent Marktanteil, die durchschnittliche Reichweite lag bei 2,55 Millionen 14- bis 49-Jährigen – weniger waren es bisher nur bei der ersten Staffel.

Auch beim Gesamtpublikum musste «Dr. House» deutlich abgeben. Im Durchschnitt schalteten noch 3,85 Millionen Zuschauer ein, dabei handelt es sich ebenfalls um den schwächsten Wert seit Staffel eins. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei 3,85 Prozent.

Neue Folgen wird es in Deutschland erst wieder im Herbst geben. Dann will RTL die verbleibenden Folgen der siebten Staffel ausstrahlen. Am Sendeplatz wird sich vermutlich nichts ändern. In den USA wird dann übrigens bereits die achte Staffel zu sehen sein, bei der es sich Gerüchten zufolge um die letzte handeln könnte. So teilte «House»-Darsteller Hugh Laurie mit, dass das Staffelfinale auch nach einem Serienfinale aussähe. Mit einer offiziellen Entscheidung ist allerdings erst im nächsten Jahr zu rechnen.

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