Quotencheck

«Dr. House»

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Von einstigen Top-Werten ist die US-Serie mit Hugh Laurie mittlerweile meilenweit entfernt.

Der Dienstagabend war bei RTL viele Jahre lang der stärkste Quotentag unter der Woche. «CSI: Miami» und «Dr. House» holten im Zusammenspiel teilweise über 30 Prozent. Doch die Konkurrenz hat aufgeholt, allen voran ProSieben macht den Kölnern mit «Two and a half Men» das Leben schwer. Hinzu kommt, dass RTL beide Formate lange in Dauerrotation gezeigt hat. Nachdem bereits die fünfte Staffel erste Abnutzungserscheinungen zeigte, setzte sich dieser Trend auch in Durchlauf sechs fort. Die ersten sechs Folgen dieser Staffel sendete RTL im April und Mai 2010. Dann schickte der Kölner Sender den schrulligen Arzt für eine lange Zeit in die Sommerpause. Über mehrere Monate hinweg liefen auch keine Wiederholungen. Wirklich gut getan hat aber auch dieser Schritt dem Format nicht.

So kam die erste Folge nach der langen Pause am 14. September auf 4,46 Millionen Zuschauer sowie 14,5 Prozent Marktanteil. 3,10 Millionen 14- bis 49-Jährige sorgten in der werberelevanten Zielgruppe für 22,9 Prozent. In den zwei Wochen darauf kam «Dr. House» immerhin noch auf 4,22 bzw. 4,17 Millionen Zuseher. Beim jungen Publikum wurden Marktanteile von 22,7 und 22,5 Prozent ermittelt. Natürlich ist die Serie damit noch ein großer Erfolg für RTL, doch die goldenen Zeiten sind endgültig vorbei.

Anfang Oktober dann der Schock: Nur noch 2,95 Millionen Menschen schalteten ein, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 9,2 Prozent. Bei den Werberelevanten wurden 15,6 Prozent gemessen. Doch beim Blick auf das Gegenprogramm zeigte sich schnell, dass dies nur ein einmaliger Ausrutscher in den roten Bereich gewesen sein dürfte. Sat.1 holte zur gleichen Zeit mit «Die Wanderhure» mehr als 30 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. An diesem Tag war allerdings auch «Two and a half Men» stärker als «Dr. House».

Die verbliebenen drei Episoden im Oktober kamen noch auf durchschnittlich 3,94 Millionen Zuseher ab drei Jahren, der Marktanteil belief sich auf 12,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 2,76 Millionen Menschen für 20,1 Prozent. Etwas besser lief es dann erst wieder am 16. November, als 4,41 Millionen Menschen für 13,9 Prozent Marktanteil insgesamt und 22,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe sorgten. Doch schon in den Wochen danach blieb das US-Format mit 18,7 und 19,7 Prozent deutlich unter der 20-Prozent-Marke hängen.

Die Folge „Offene Ehe“ am 14. Dezember erreichte schließlich 3,96 Millionen Zuschauer, 2,74 Millionen von ihnen befanden sich im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Beim Gesamtpublikum hatte dies 12,5 Prozent Marktanteil zur Folge, beim jungen Publikum wurden 20,4 Prozent gemessen. In der Weihnachtszeit tat sich die Serie dann gewohnt schwerer als sonst. Am 21. Dezember schalteten noch 3,96 Millionen Menschen ein, dies reichte für 17,3 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten.

Noch einmal tief bergab ging es dann für die vorletzte Folge der Staffel, die RTL am 28. Dezember auf Sendung schickte. Exakt drei Millionen Menschen schalteten ein und bescherten dem Kölner Sender damit mit neun Prozent Marktanteil den schlechtesten Wert der gesamten Staffel. Auch in der Zielgruppe lief es mit 15,1 Millionen Zuschauern und 15,1 Prozent nicht wirklich rund. Das Finale der sechsten Staffel generierte schließlich einen Marktanteil von 17,6 Prozent in der Zielgruppe. 3,61 Millionen Zuschauer sahen sich die vorerst letzte neue Episode an.

In den kommenden Wochen wird RTL den 21:15 Uhr-Sendeplatz wieder mit Wiederholungen der Ärzteserie bestücken. Zuletzt konnten auch diese noch solide Quoten einfahren. Ob dies aber weiterhin der Fall sein wird, darf inzwischen angezweifelt werden. Die sechste Staffel verfolgten im Schnitt 4,09 Millionen Zuschauer, von denen 2,88 Millionen aus der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kamen. Der Marktanteil bei den jungen Zuschauern lag im Mittel bei 21,1 Prozent. Beim Gesamtpublikum entsprechen die Zahlen 12,9 Prozent.

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