Primetime-Check

Dienstag, 05. Oktober 2010

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Wie schlug sich die FIlmadaption des Bestsellers «Die Wanderhure»  bei Sat.1? Welche Entwicklungen gibt es bei «X Factor»  zu beobachten? Und wie steht es um die neue Serie «Weissensee»  im Ersten?

In den Vorwochen schlug sich Sat.1 noch mit halbgaren Fantasyfilmen im unteren Durchschnitt des Mittelfelds herum, doch am Dienstagabend gelang dem Sender aus Unterföhring endlich einmal der große Wurf: Die Filmadaption «Die Wanderhure» machte Sat.1 nicht nur zum Tagessieger in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, sondern auch zum Marktführer beim Gesamtpublikum. Im Schnitt wollten 9,75 Millionen Zuschauer und fantastische 31,2 Prozent aller fernsehenden Deutschen die Verfilmung des Millionenbestsellers des Autorenpaares Ingrid Klocke und Elmar Wohlrath sehen. In der werberelevanten Bevölkerung schalteten durchschnittlich 4,26 Millionen Zuschauer und damit grandiose 32,4 Prozent des jungen Publikums ein - ein toller Erfolg.

Leidtragende des Quotenhochs bei Sat.1 waren fast alle anderen privaten Sender - nicht aber ProSieben: Als ob es die Zuschauer gut mit der Sendergruppe gemeint hätten, erzielte der Sat.1-Schwesternsender mit seinem Comedydienstag ebenfalls gute Quoten. Zur besten Sendezeit erreichten zwei Folgen der «Simpsons» durchschnittlich 2,23 Millionen bzw. 2,49 Millionen Zuschauer und sehr gute 15,0 bzw. 15,8 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Bevölkerung. Im Anschluss unterhielten zwei neue Episoden von «Two and a half Men» im Schnitt 2,52 Millionen bzw. 2,49 Millionen Zuschauer und 16,1 bzw. 16,5 Prozent der wichtigen Zielgruppe. Ganz anders verlief der Abend bei RTL. Die sonstigen Quotenkracher «CSI: Miami» und «Dr. House» mussten sich mit durchschnittlich 3,49 Millionen bzw. 2,95 Millionen Zuschauern abfinden; beim jungen Publikum kamen die Serien nicht über 14,9 bzw. 15,6 Prozent Marktanteil hinaus und lagen damit deutlich unter dem Senderschnitt.

Erstaunlich gelassen nahmen die öffentlich-rechtlichen Sender die Quotenkonkurrenz auf. Die vierte Folge «Weissensee» konnte mit durchschnittlich 4,17 Millionen Zuschauer, 12,7 Prozent Gesamtmarktanteil und 5,6 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe zwar nicht mit den Ergebnissen der Vorwochen mithalten, schlug sich aber gut. Auch «In aller Freundschaft» kam im Anschluss mit einem blauen Auge davon: Im Schnitt interessierten sich 5,13 Millionen Zuschauer, 15,5 Prozent aller fernsehenden Deutschen und 5,4 Prozent der Jungen für eine weitere Folge der Krankenhausserie. Mäßig waren hingegen die Quoten im ZDF - doch das lag keineswegs an der starken Spielfilmkonkurrenz, sondern schon seit geraumer Zeit an der dienstäglichen Programmierung: Die Reportage «Sehnsucht Grönland - mit Markus Lanz» erreichte im Schnitt 3,02 Millionen Zuschauer, 9,3 Prozent des Gesamtpublikums und 4,2 Prozent der werberelevanten Bundesbürger. Das Magazin «Frontal 21» kam im Anschluss auf durchschnittlich 2,64 Millionen Zuschauer, 7,9 Prozent Gesamtmarktanteil und 4,9 Prozent Marktanteil bei den Jungen.

Für VOX kam der plötzliche Sat.1-Erfolg deutlich zu früh, befand sich «X Factor» nach starken Quoteneinbrüchen in den Vorwochen doch langsam wieder auf Erfolgskurs. So erlitt die britische Castingshow am Dienstagabend nun allerdings den ersten richtigen Quoteneinbruch in ihrer noch jungen Geschichte: Die siebte Folge interessierte durchschnittlich nur 1,72 Millionen Zuschauer; die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 8,7 Prozent erstmals einstellig und - noch viel schlimmer - enttäuschend durchschnittlich. Nicht mehr nur durchschnittlich, sondern katastrophal waren die Quoten von kabel eins und RTL II. Zur besten Sendezeit programmierte kabel eins neue Folgen des Auswandererformats «Mein neues Leben», das es erneut schaffte, die kläglichen Ergebnisse der Vorwoche erneut zu unterbieten: Im Schnitt schauten 0,68 Millionen Bundesbürger zu; der Zielgruppenmarktanteil lag bei 2,7 Prozent. Verona Pooths Charityformat «Engel im Einsatz» kam bei RTL II auf durchschnittlich 0,71 Millionen Zuschauer, schaffte es bei den Jungen allerdings nur auf 2,4 Prozent Marktanteil.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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