Die Kritiker: «Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit»

Inhalt:
Die mögliche Existenz extraterrestrischer Lebensformen, so genannter Außerirdischer, beschäftigt die Bewohner des blauen Planeten nun schon seit Jahrhunderten. Eine eindeutige Antwort wurde bislang noch nicht gefunden – Zündstoff erhalten die Diskussionen aber immer wieder durch nicht identifizierbare Flugobjekte und etwaige andere unerklärbare Phänomäne im Alltag. Nicht zuletzt das Fernsehen mit seinen Geschichten von «Akte X » über «Fringe», bis hin zu entsprechenden Reality-Formaten wie «Mythbusters» schlägt aus dem Wunsch vieler Personen nach Aufklärung Gewinn. Ganz zu schweigen von der Pilgerstadt Roswell, New Mexico, in der sich ein Alien-Museum an das nächste reiht.

Apropos Roswell: Kann man die Ereignisse aus dem Jahre 1947 für bare Münze nehmen? Und was hat es mit der Area 51 auf sich? «Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit» stellt Szenen aus dem Leben von Beteiligten nach und befragt sowohl diese selbst als auch Forscher und selbst erklärte UFO-Experten. Was steckt hinter den zahlreichen übernatürlichen Storys und weshalb sind die Menschen so fasziniert von kleinen, grünen Männchen?

Kritik:
“Die Wahrheit ist irgendwo da draußen” - Mehr als sieben Jahre lang wurde Agent Fox Mulder in «Akte X» mit übernatürlichen Ereignissen konfrontiert, die oftmals jegliche Vorstellungskraft überstiegen. Der von David Duchovny porträtierte Charakter wurde hierzulande von Benjamin Völz synchronisiert. Dass Völz für Oliver Halmburgers («Stauffenberg – Die wahre Geschichte») neuesten Dokufilm «Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit» als Sprecher engagiert werden konnte, rundet das ohnehin gelungene Werk perfekt ab.

Viel gibt es da auch gar nicht zu sagen: Die Dokumentation kann mit ansprechendem Score, solide gespielten Nachstellungen lang zurückliegender Begebenheiten und aufschlussreichen Kommentaren zum Thema aufwarten – ein durch und durch sehenswertes Stück Fernsehen für alle Interessierten und Science Fiction-Anhänger. Zu Wort kommen im Film zum einen die Nachkommen von in den Roswell-Fall involviertem Militär-Personal, zum anderen Experten der Sparte wie Ulrich Walter, ein Astronaut, der mit stets ironischem Unterton seine Ansichten zum Besten gibt. Gern gesehen ist selbstverständlich auch Harald Lesch, Phsyiker und ZDF-Moderator, der schon mit 5 Minuten Screentime bei Sci-Fi's «sci_xpert – Leschs Universum» den Zuschauer zu Dranbleiben und Wiederkommen überzeugen konnte.

Lesch ist sich zwar sicher, dass es Außerirdische gibt oder geben wird, kann sich aber einen „Besuch“ nur dann vorstellen, wenn sie auf der Suche nach einem neuen Planeten sind. Beeinflusste und objekte Stellungnahmen – Oliver Halmburg bildet keine Meinung, sondern gibt nur Aufschluss über die unterschiedlichen Perspektiven. So bietet «Die Außerirdischen» auch keine neuen Informationen in Sachen Roswell oder ganz allgemein der Alien-Forschung. Das Wissen ist aber lehrreich, interessant und unterhaltend aufbereit. Einschalten empfohlen.

Das ZDF zeigt «Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit» am Dienstag, den 14. September 2010 um 20:15 Uhr.

13.09.2010 10:39 Uhr  •  Marco Croner Kurz-URL: qmde.de/44504

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Außerirdische ­ Mythos ­ Wahrheit ­ Akte X ­


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