Quotencheck

«Nachbarschaftsstreit»

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Im zweiten Anlauf konnte der RTL-Schlichter für zankende Nachbarn zulegen, aber es bleibt Luft nach oben.

Im zweiten Anlauf konnte der RTL-Schlichter für zankende Nachbarn zulegen, aber es bleibt Luft nach oben.

Zwegat, Saalfrank, Rach - Die Reihe der erfolgreichen TV-Coaches im RTL-Programm sollte vor einem Jahr Ernst Andreas Kolb als Schlichter in verhärteten Nachbarschaftsstreitigkeiten fortsetzen, doch die Resonanz beim Publikum blieb ernüchternd, die Quoten von der Premiere abgesehen teils deutlich unter dem RTL-Schnitt. Trotzdem gewährte der Kölner Sender Kolb eine zweite Chance und schickte «Nachbarbarschaftsstreit» auf unverändertem Sendeplatz erneut mittwochs um 20.15 Uhr auf Sendung, dieses Mal gepaart mit der neuen Show «Einspruch».

Das Risiko, sieben weitere Folgen zu profitieren zahlte sich in der ersten neuen Folge direkt aus, die mit 19,4 Prozent bei den umworbenen 14- bis 49-Jährigen die beste Quote seit Sendestart holte. 1,78 Millionen hatten eingeschaltet, so viele wie nie zuvor. Auch bei allen Zuschauern ab drei Jahren ging es direkt mit Rekordwerten los. 3,08 Millionen schalteten ein, der Marktanteil belief sich auf ordentliche 13,0 Prozent. Dann ging es jedoch wie schon ein Jahr zuvor wieder abwärts.

Die zweite Folge büßte vor allem in der Zielgruppe Zuschauer ein und kam dort nur noch auf eine Reichweite von 1,57 Millionen, was einen deutlich geringeren Marktanteil von 16,2 Prozent zur Folge hatte, mit dem die Show erneut unter den aktuellen Schnitt des Senders fiel. Auch bei allen Zuschauern waren Verluste zu verzeichnen, die mit einem Minus von 160.000 Zuschauern aber geringer ausfielen. 2,92 Millionen schalteten die zweite Ausgabe ein, ein Marktanteil von 11,7 Prozent wurden gemessen.

In den ersten zwei Wochen hatte «Nachbarschaftsstreit» zudem vom schwachen Gegenprogramm profitiert, wie sich ab der dritten Ausgabe zeigte. Die kam mit 1,78 Millionen jungen Zuschauern zwar wieder auf den Auftaktwert, der Marktanteil blieb mit 16,9 Prozent aber deutlich dahinter zurück. Bei allen Zuschauern reichte ein neuer Rekord von 3,30 Millionen lediglich, um mit 11,7 Prozent den Wert der Vorwoche zu halten. Nach einer vierten Woche mit ähnlichen Werten setzte sich die Talfahrt noch einmal deutlicher fort: Staffeltiefstwerte von 1,48 Millionen Zuschauern aus der Zielgruppe und nur noch 14,7 Prozent Marktanteil wurden verzeichnet. Auch beim Gesamtpublikum sah es mit 11,3 Prozent nicht gerade rosig aus.
Kurz vor Schluss konnte sich die Dokusoap dann aber noch einmal fangen. Die Einschaltquoten kletterten mit der vorletzten Episode auf 12,5 Prozent bei allen und ordentlichen 18,2 Prozent in der wichtigen Zielgruppe. Mit 3,58 Millionen Zuschauern insgesamt und genau zwei Millionen zwischen 14 und 49 wurden neue Staffel- und Serienrekorde aufgestellt. Diese Zahlen erreichte die vorletzt letzte Folge eine Woche später mit 3,50 Millionen Zuschauern insgesamt und 1,88 Millionen aus der Zielgruppe nicht ganz, wartete aber mit ähnlich zufriedenstellenden Marktanteilen von 12,5 Prozent und 17,7 Prozent bei den jungen Zuschauern auf.

Insgesamt lief die zweite Staffel der Reihe zwar immer noch nicht berauschend, aber immerhin klar besser als im ersten Anlauf. 17,1 Prozent wurden im Schnitt in der Zielgruppe erreicht. In Staffel eins waren es noch schwache 15,2 Prozent gewesen. Bei allen Zuschauern ab drei Jahren kam die zweite Staffel auf 12,2 Prozent, im Schnitt schalteten 3,27 Millionen Zuschauer ein. In der Zielgruppe lag die durchschnittliche Reichweite bei 1,75 Millionen. Ab der kommenden Woche wird Kolb dann wieder von Schuldnerberater Zwegat und Super Nanny Saalfrank abgelöst. Die allerdings haben auch schon längst einiges vom alten Quotenglanz eingebüßt.

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