Primetime-Check

Freitag, 13. August 2010

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Konnte das Abschiedsspiel von Franz Beckenbauer den Fernsehfilm im Ersten schlagen? Überzeugte «Mein Mann kann» auch in der vorletzten Folge? Wie schnitten die kleineren Sender ab?

Der Freitagabend stand in dieser Woche zur Abwechslung einmal wieder ganz im Zeichen des Fußballs, denn das Zweite Deutsche Fernsehen übertrug das 33 Jahre nach dessen Karriereende ausgetragene Abschiedsspiel von Franz Beckenbauer zwischen Bayern München und Real Madrid. Damit gelang dem ZDF die höchste Reichweite aller acht deutshcen Vollprogramme, im Durchschnitt waren 4,85 Millionen Zuschauer mit von der Partie und führten somit zu sehr starken 18,5 Prozent Marktanteil. Auch beim jungen Publikum erwies sich der Klassiker als Quotengarant, wenngleich es mit 1,12 Millionen Zuschauern und 11,1 Prozent nicht ganz so gut lief wie bei vielen anderen Fußball-Übertragungen. Reichweitenstärkste Sendung des Tages war im Übrigen das in der Halbzeitpause ausgestrahlte «heute-journal», welches im Durchschnitt auf 5,08 Millionen Zuschauer kam und somit die Fußballbegegnung noch hinter sich lassen konnte. Dabei hatte die Primetime noch eher verhalten begonnen, denn bis 21:00 Uhr zeigten die Mainzer noch wie üblich am Freitagabend «SOKO Leipzig», was lediglich 3,64 Millionen Zuschauer tangierte. Vor allem bei den Jüngeren lief es nicht unbedingt berauschend, hier bedeuteten 0,53 Millionen gerade einmal einen Marktanteil von 6,0 Prozent, während beim Gesamtpublikum immerhin 14,1 Prozent dabei waren.

Die ARD versuchte es mit deutlich weniger generationenübergreifendem Fernsehen und schickte die doch eher älteres Publikum ansprechende Fernsehkomödie «Was heißt hier Oma!» auf Sendung. Mit 4,58 Millionen Interessierten sowie einem Marktanteil von 17,0 Prozent konnte die Sendeanstalt jedoch sehr zufrieden sein, sogar in der junge Zuschauerschaft sahen immerhin ordentliche 8,8 Prozent aller Fernsehenden zu. Im Anschluss konnte eine Folge «Schimanski» diese Werte jedoch nicht bestätigen und fiel auf mittelprächtige 2,99 Millionen sowie 12,2 Prozent zurück. Ganz und gar nicht im Mittelmaß positionierte sich ProSieben, das zum gefühlt tausendsten Mal die «Star Wars»-Saga aufführt. Eine Special Edition des allerersten Teils, welcher schon im Jahre 1977 von Regisseur George Lucas produziert worden war, konnte spektakuläre 2,62 Millionen Menschen vor die Geräte locken und scheiterte bereits beim Gesamtpublikum nur um 0,1 Prozent an der Zweistelligkeit. Diese war jedoch in der für Privatsender besonders wichtigen werberelevanten Zielgruppe kein Problem, hier führten 1,74 Millionen Fans zu 17,8 Prozent. Umso trauriger, dass der anschließende Horrorthriller «Motel» auch bei seiner zweiten TV-Ausstrahlung auf keinen grünen Zweig kam. Lediglich 0,97 Millionen sahen zu später Stunde noch zu, der Marktanteil stürzte auf völlig unbefriedigende 6,0 Prozent, selbst beim jungen Publikum sahen nur noch 9,6 Prozent aller Fernsehenden zu.

Bereits jetzt die Rückkehr von Günther Jauch ersehnen wird der Kölner Sender RTL, welcher auch in dieser Woche mit «Die 10 lustigsten Sommerskandale» nicht so wirklich viele Deutsche zum Lachen bringen konnten. Immerhin sahen noch 2,60 Millionen Menschen zu und brachten dem Sender einigermaßen annehmbare 9,9 Prozent bei allen sowie 14,9 Prozent bei den Werberelevaten ein. Den Abend komplett zerstören konnte im Anschluss erst «Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden», denn damit geriet der Sender richtig unter die Räder: Gerade einmal 1,78 Millionen blieben weiter dran, in der jungen Zuschauerschaft folgten aus 1,03 Millionen furchtbare 9,9 Prozent Marktanteil. Eindeutig in die falsche Richtung entwickelten sich auch die Werte von «Mein Mann kann», das auf 2,27 Millionen zurückfiel und nur noch 8,5 Prozent aller Zuschauer begeisterte. Beim jungen Publikum positionierte sich die fünfte Folge der Gameshow auf dem vorletzten Platz, mit 1,19 Millionen sowie 12,2 Prozent blieb sie jedoch im grünen Bereich. Nach wie vor gar nicht gut schnitt auch diesmal «Genial daneben» im Anschluss ab, immerhin blieb man angesichts von 1,46 Millionen Zusehern und 9,2 Prozent in der Zielgruppe von weiteren Negativrekorden verschont.

Bei den kleineren Sendern gab es nicht allzu viel Spannendes zu berichten. Stärkste Anstalt war auch in dieser Woche wieder VOX mit der Dauerwiederholungsschleife von «CSI: New York», welches in dieser Woche 1,59 Millionen sowie 6,0 Prozent Marktanteil bei allen Zuschauern generierte. Im Anschluss lief es für «The Closer» mit durchschnittlich 1,54 Millionen und 5,6 Prozent minimal schlechter, beim jungen Publikum ging es von 8,6 Prozent auf 8,1 Prozent herab. Gut lief es auch für kabel eins und seinem «Ghost Whisperer», der in dieser Woche auf eine Sehbeteiligung von 1,03 Millionen sowie 7,0 Prozent in der Zielgruppe gelangte. Schlusslicht war diesmal RTL II, jedoch konnte auch dort der Spielfilm «Auf Kriegsfuß mit Mayor Payne» durchaus gute 0,95 Millionen Menschen für sich gewinnen und kam somit auf leicht überdurchschnittliche 7,0 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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