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«Dr. House»

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Die Glanzzeiten des Arztes scheinen vorbei zu sein. Die fünfte Staffel lief so schlecht wie zuletzt vor drei Jahren.

Seit ihrem Start im Mai 2006 entwickelte sich die Serie «Dr. House» zum erfolgreichsten US-Import im deutschen Fernsehen. Der mürrische Arzt trat seinen Kampf gegen unbekannte Krankheiten am Dienstagabend anfangs noch um 22.15 Uhr an. Doch seit seiner Verlegung auf den bewährten Sendeplatz um 21.15 Uhr und im Zusammenspiel mit der Krimiserie «CSI: Miami» ist die Produktion nicht mehr aufzuhalten. Marktanteile in der werberelevanten Zielgruppe jenseits der 30 Prozent sind keine Seltenheit.

RTL zeigte seit 03. März 2009 die fünfte Staffel in Erstausstrahlung, brach deren Ausstrahlung jedoch nach der 20. Ausgabe und damit vier Episoden vor dem Ende ab. Der Staffelauftakt verlief im März nach Plan. Mit 5,19 Millionen Gesamtzuschauern und einem Marktanteil von 16,8 Prozent überzeugte Hugh Laurie in seiner Paraderolle in gewohnter Stärke. In der jungen Zielgruppe kratzte das Format mit 3,96 Millionen jungen Zusehern knapp an der 4-Millionen-Grenze und generierte einen hervorragenden Marktanteil von 30,2 Prozent. Der Wehrmutstropfen dabei ist jedoch, dass keine der weiteren Ausgaben an diese Werte anschließen konnte.

Nach rund drei Jahren Dauerausstrahlung zeigten sich in der fünften Staffel erstmals deutliche Abnutzungserscheinungen. Von den 20 gezeigten Folgen, schafften es nur noch drei Stück Marktanteile über 30 Prozent zu erzeugen. Mit exakt 30,0 oder 30,2 Prozent lagen diese zudem nur hauchdünn über der Grenze. In der nur 16 Folgen umfassenden vierten Staffel gelang dieses Kunststück noch zehn Episoden. In der Spitze erreichte die Serie dabei sogar 34,1 Prozent. Der All-Time-Rekord liegt sogar bei 35,1 Prozent am 09. Oktober 2007. Mit einem Marktanteil von 24,8 Prozent erzeugte die fünfte Staffel am 15. September 2009 einen Wert, der so schlecht das letzte Mal am 20. März 2007 bei einer Erstausstrahlung war. Damals befand sich das Format in seiner zweiten Staffel gerade im steilen Aufstieg.

Auch die Reichweiten bei den jungen Zuschauern sanken deutlich. Keine der 20 gezeigten Folgen der fünften Staffel schaffte es die 4-Millionen-Grenze zu knacken. In der vorangegangenen Staffel schafften dies immerhin sieben Ausgaben. Bei der dritten Season erreichten hingegen nur sieben Episoden nicht dieses Ziel. Der Tiefpunkt der aktuellen Staffel lag mit 3,18 Millionen jungen Menschen am 22. September 2009. An diesem Abend lief die Serie so schlecht wie zuletzt am 05. Dezember 2006.
Der Abwärtstrend ist auch bei den Gesamtzuschauern zu erkennen. Während in Staffel vier nur drei von 16 Ausgaben die 5 Millionen-Marke nicht überwanden, waren es in Runde fünf bisher schon 15 Folgen. Abseits der Premiere konnten nur die Episoden vom 07. April, 20. und 27. Oktober sowie vom 10. November Reichweiten jenseits der „5 erzeugen. Mit Werten von 5,00 bis 5,07 Millionen war das Puffer zudem sehr knapp. Die niedrigste Reichweite wurde am 15. September mit 4,41 Millionen Zusehern gemessen. Das letzte Mal schauten im Oktober 2006 so wenig Menschen zu. Zum Vergleich: In den Staffeln zwei und drei kletterten die Reichweiten öfters sogar über die 6-Millionen-Marke und erreichten mit 6,20 Millionen ihr Allzeit-Hoch.

Da RTL den Abwärtstrend bereits erkannte, schickten sie den Arzt im Sommer 2009 erstmals seit seinem Erscheinen in eine Pause. Diese sollte Appetit auf die Fortsetzung der zweiten Hälfte der fünften Staffel machen. Der Plan ging jedoch nicht richtig auf, denn den Zahlen ist unmittelbar nach der Unterbrechung keine Steigerung zu entnehmen. Die Rückkehr erfolgte auf exakt dem gleichen Niveau wie bei den Folgen vor der Pause. Im Gegenteil sämtliche Negativrekorde der fünften Runde befinden sich jenseits der Zäsur.

Trotz des deutlichen Abwärtstrends muss eindeutig festgehalten werden, dass die Serie «Dr. House» auch weiterhin ein großer Erfolg ist, denn noch immer erzeugte jede Ausgabe Zielgruppenmarktanteile deutlich jenseits der 20 Prozent. Kaum eine andere Serie kommt an diese Traumwerte heran. Die aktuellen Verluste erfolgen daher auf einem sehr hohem Niveau. Überflüssig zu erwähnen, dass sämtliche Folgen deutlich über dem Senderschnitt liegen und ihn zum Teil um über 13 Prozent übertrumpfen. Im Schnitt sahen die 20 Episoden der fünften Staffel 4,81 Millionen Menschen und sorgten so für einen durchschnittlichen Marktanteil von 16,1 Prozent. In der Zielgruppe schalteten im Mittel 3,51 Millionen werberelevante Zuschauer ein und ließen den durchschnittlichen Marktanteil auf 27,5 Prozent ansteigen, der damit erstmals seit der Erstausstrahlung der zweiten Staffel unter 30 Prozent liegt.

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