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17 Fragen

17 Fragen an Susanne Langhans

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Seit dem Jahr 2004 moderiert Susanne Langhans das MDR-Wetter und diverse Magazine des Senders.

Wo standen Sie vor zehn Jahren?
Vor zehn Jahren war ich 22 Jahre alt und Studentin. Ich habe die Unibibliothek geliebt – all die Bücher, den Geruch dort, die Ruhe, den Schokoladenautomaten direkt neben den Schließfächern. Damals hatte ich das wunderbar naive Gefühl, die Welt erobern und verbessern zu können.

Wo sehen Sie sich in einem Jahrzehnt?
Das hängt von meiner Tagesverfassung ab: Ich habe so viele mögliche Szenarien im Kopf, dass ich mich scheue, hier und jetzt eine Antwort zu geben.

Nennen Sie eine beachtenswerte Person aus dem 20. Jahrhundert...
Leonard Bernstein. Ich hatte das Glück, die 9. Sinfonie von Beethoven zweimal unter Leonard Bernstein singen zu können. Als Kind / Jugendliche war ich Mitglied des Philharmonischen Kinderchors von Dresden. Direkt zur Wende gab es zwei Konzerte, die weltweit Beachtung fanden: Solisten aus dem Ausland, ein Orchester, zusammengewürfelt aus Musikern von der ganzen Welt und ein Chor, bestehend aus unterschiedlichen Chören musizierten die „Neunte“ - einmal in Westberlin und am nächsten Abend in Ostberlin. Wir haben statt „Freude“ „Freiheit“ gesungen. Ich war total fasziniert, wie Leonard Bernstein dirigiert hat. Er hat jede einzelne Note gelebt! Auf dem Mitschnitt ist sogar zu hören, wie er mitsummt, einmal brummt und mehrfach auf seinem Podest auf- und abspringt. Dazu muss ich allen sagen, die ihn nicht vor Augen haben: Leonard Bernstein war von der Statur her ein kleiner Mann. Aber von seiner Wirkung her war er ein Großer! Für mich war es ein Drama, als es am 14.Oktober 1990 hieß: Bernstein sei gestorben. Das passierte zwei Tage nach meinem Geburtstag. Zwei Tage nachdem auf meinem Geburtstagstisch eine Biografie von Bernstein lag und ein Mitschnitt seiner „West Side Story“. Ich habe richtig um ihn getrauert.

Auf welches Luxusgut könnten Sie am ehesten verzichten?
Brotschneidemaschinen! Ich liebe dicke, schiefe Brotscheiben – vor allem dann, wenn das Brot frisch ist.

Ihr Lieblingsbuch?
Ich lese viel und gerne und alles Mögliche - egal ob nun Romane, Krimis, Sachbücher, Erfahrungsberichte … Ich habe kein Lieblingsbuch. Würde ich mich hier für ein einziges Buch entscheiden und das benennen, wäre das allen anderen Büchern gegenüber ungerecht, die mich ebenfalls berührt, belustigt, erstaunt und weitergebracht haben.

Welche Fernsehsendung wird laut Ihnen unterbewertet?
Ich mag die Bilder ohne Kommentar bei den Kollegen von N24.

Wo trifft man Sie in Ihrer Freizeit am ehesten an?
Irgendwo an der Elbe. Entweder ich fahre Rad oder ich schiebe mal den einen mal einen anderen Kinderwagen. Im Moment sind alle meine Freundinnen junge Mütter – auch meine Schwester. Oft sitze ich auch mit meinen Nichten und meinem kleinen Neffen an der Elbe im Gras. Dann staunen wir gemeinsam über die Wolken und über die Dampfer, die unter dem Blauen Wunder hindurch fahren. Ich gehe auch gerne mal in die kostenfreien Führungen im Museum. In Dresden gibt es ja wahnsinnig tolle Ausstellungen. Ich war kürzlich bei einer Führung durch die Alten Meister. Da ging es doch tatsächlich einzig und allein um den Wandel bei der Darstellung der Füße. Sehr lustig. Kann ich jedem empfehlen.

Erzählen Sie von Ihrem größten Erfolg...
Der steht noch aus.

Welches Instrument wollten Sie immer beherrschen?
Genau diese Frage hat mir meine Mutti gestellt als ich fünf Jahre alt war. Ohne zu zögern habe ich „Klavier“ gekreischt. Und so kam es, dass ich schon vor meinem ersten Jahr in der Schule auf eine Schule ging - die Musikschule.

Was für ein Hobby üben Sie in Ihrer Freizeit aus?
Ich habe kaum Freizeit. Ich moderiere das Wetter im Mitteldeutschen Rundfunk für die Fernsehsendungen Sachsenspiegel, Sachsen-Anhalt Heute und MDR um 12. Außerdem schreibe ich Texte für Agenturen. Ist da mal Zeit, genieße ich es, nichts zu tun oder bei Freunden und meiner Familie zu sein.

Welches Essen hat Ihre Mutter am besten zubereitet?
Eintopf.

Welche politische Entscheidung wollen Sie fällen können?
Ich allein - möchte keine politische Entscheidung fällen. Ich finde gut, dass wir in einer Demokratie leben.

Von welchem Song wollen Sie morgens geweckt werden?
Ich muss nicht mit Musik oder mit dem Wecker geweckt werden. Eigenartigerweise bin ich immer etwa zehn Minuten vor meinem Weckerklingeln wach. Da kann ich den Wecker von Tag zu Tag auch auf eine andere Zeit stellen. Meine innere Uhr ist der Technik immer voraus.

Mit welchem Feiertag können Sie am wenigsten anfangen? Warum?
Mit dem Valentinstag. So ein Quatsch. Habe ich jemanden ausgesprochen gerne, sage und zeige ich das … wann, wie und wo ich will.

Wer war in Ihrer Jugend Ihr Held?
Meine Schwester Christine – und das ist sie noch heute.

Sind Sie ein Vorbild?
Um Himmels Willen – nein.

Mit wem würden Sie einen Tag verbringen wollen?
Christine Westermann. Ich schätze ihre klugen Fragen, ihre pfiffigen Kommentare, ihre Art, einfühlsam zu sein aber auch kritisch und frech. Das zeigt sie nicht nur bei „Zimmer frei“ an der Seite von Götz Alsmann – das zeigen auch ihre Bücher.

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