Hingeschaut

Neue Probleme bei «Pures Leben»

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Nachdem schon RTL und ProSieben einige Dokus über das Leben von Familien im Programm hat, zieht nun auch Sat.1 nach.

Nun hat auch Sat.1 seine eigene Familien-Dokusoap, die den kreativen Namen «Pures Leben – Mitten in Deutschland» trägt. Bereits vor einiger Zeit ahmte die Kölner Fernsehstation RTL mit «Mitten im Leben» die erfolgreiche ProSieben-Sendung «We are Family!» nach. Die Einschaltquoten des Originals liegen bis heute noch deutlich höher als der RTL-Abklatsch, auch wenn dieser immer öfters die ProSieben-Formate um 15.00 und 16.00 Uhr schlägt.

Bei der Premierenfolge von «Pures Leben – Mitten in Deutschland» stand ein Ehepaar im Rampenlicht, das in großen Schwierigkeiten steckt. Nicht etwa finanziellen oder beruflichen Sorgen waren das Problem - die Eheleute kamen einfach nicht mehr miteinander aus. Eine 40-jährige Pflegerin, die gerade in dritter Ehe steckt, lebt mit ihrem 14 Jahren jüngeren Mann zusammen. Die beiden haben insgesamt sechs Kinder, auch wenn die Hälfte aus früheren Ehen kommt.

Das Problem in dieser Familie: Die zwei Eheleute können ihre Gefühle nicht aussprechen und leben aneinander vorbei, das Ganze „spitzt“ sich soweit zu, dass sie nicht mehr im gemeinsamen Bett schlafen. In einigen Beziehungen ist es dagegen die Regel, dass die Partner eine getrennte Schlafstätte aufsuchen, um so gestärkt in den nächsten Tag zu starten. Doch bei dieser Familie sind die Probleme noch weitaus größer. Während die Mutter eine angestellte Pflegerin ist und zwischen Mittag und Abend arbeitet, übt der selbständige Installateur seine Arbeit zwischen Morgen und Nachmittag aus – die beiden sind kein bisschen flexibel.



Die Reportage zeigt nun also die missliche Lage der Patchwork-Familie aus der Nähe von Augsburg. Leider machen die Verantwortlichen einen entscheidenden Fehler, denn weit über die erste Hälfte hinaus sind keine Lösungsansätze zu erkennen, sondern es werden ausschließlich die Probleme aufgezeigt. Irgendwann hat man genug gesehen und schaltet als Fernsehzuschauer weg; so verpasst man das emotionale und packende Ende. Denn die Ehepartner versöhnen sich, indem sie an ihrem Hochzeitstag vielen gemeinsamen Unternehmungen nachgehen.

Wer kurzzeitig in «Pures Leben – Mitten in Deutschland» hineingesehen hat, urteilt schnell damit, dass es sich um eine „asoziale Familie“ handelt. Obwohl die Familie zwei Autos und ein neues und großes Einfamilienhaus besitzt, rannte die Mutter recht ungepflegt herum. Ob das die alltägliche Erschöpfung ist oder das heiße Wetter ist, ist nicht bekannt. Allerdings wurde die Sendung bereits im Juni 2008 aufgezeichnet – also im Hochsommer. Die älteste Tochter hat nämlich bereits ihr Abitur abgeschlossen und die Rollladen sind im Zuge der Hitze am Samstagnachmittag geschlossen. Fraglich ist nur, für welche Sendung die Premieren-Ausgabe von «Pures Leben» aufgezeichnet wurde. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keinen Plan, das Format am werktäglichen Vormittag auszustrahlen.

Kurz-URL: qmde.de/33449
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