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08.01.2006 11:54 Uhr

Sonntagsfragen an Annika Kipp

Redakteur: Manuel WeisLesermail schreiben
Hallo Annika Kipp. Sie sind ja ein „Neuling“ in der Fernsehbranche und waren bis jetzt in Bayern beim Radiosender Antenne Bayern…
…4 Jahre lang.

War es schon immer Ihr Ziel, zum Fernsehen zu gehen?
Ich habe mir immer kleine Ziele abgesteckt. Ich wollte auch nie wirklich zum Radio. Dann bin ich aber doch dort hingekommen und habe zunächst bei einem ganz kleinen Sender in Niederbayern gearbeitet. Dort habe ich gesagt: Ich will unbedingt zu Antenne Bayern. Als dieser Wunsch in Erfüllung ging, war das wunderbar. Und bei der Antenne habe ich mir hin und wieder gedacht: So ein bisschen Fernsehen machen, das wäre schon schön. Als sich mir diese Möglichkeit im Spätsommer bot, war das einfach große Klasse.

Sie haben bis vor kurzem noch studiert – Deutsch – und wollten eigentlich Lehrerin werden?!
Das hängt damit zusammen, dass meine Eltern Lehrer sind. Meine Mama ist an einer Grundschule, mein Papa ist Berufsschullehrer. Irgendeiner aus der Familie musste also auch Lehrer werden – so wollten das meine Eltern. Deswegen habe ich weiterstudiert, weil ich dachte, ich schaffe das noch so nebenbei.

Als ich Anfang 2005 in die «Morningshow» gewechselt bin, war das aber nicht mehr möglich. Das war auch nicht so schlimm, weil ich Radio und die Medien mit mehr Liebe gemacht habe, als das Studium. Ich habe zwar schon gelernt und mich auf meinen Hosenboden gesetzt, aber im Radio – da war Leben, da war’s spannend und keine verstaubten Bücher.

Seit Anfang 2005 haben Sie «Guten Morgen Bayern» co-moderiert, da sind Sie das frühe Aufstehen schon gewöhnt.
Ja, Anfang 2005 habe ich zunächst die Tagessendungen auf Antenne Bayern moderiert. «Highlife» und «Extra», das sind die Mittags- bzw. Vormittagssendungen bei der Antenne. Da wurde ich schon ein bisschen auf meine Aufgabe vorbereitet. Ich habe morgens auch noch das Wetter gemacht und dazu habe ich dann Schulungen bekommen, auch mal bei Jörg Kachelmann. Schließlich musste ich das Wetter ja auch selbst schreiben. Das war viel Arbeit, weil das alles nebenbei laufen musste. Und ab April war ich auch on-Air zu hören.

Das frühe Aufstehen, zumindest für mich wäre es eine Qual…
Wirklich?

Ja, wirklich.
Das ist nicht so schlimm. Am Anfang war es für mich auch hart. Um 3:30 Uhr, wenn der Wecker klingelt, da könnte man quasi fast einen umbringen – aber irgendwann macht es „Klack“ und der Körper steht von alleine auf. Mir ist es in Bayern oft passiert, dass ich um fünf vor halb die Augen ganz von alleine aufgemacht habe. Jetzt muss ich noch eine halbe Stunde früher aufstehen, aber das ist auch kein Problem. Es ist letztlich auch eine Übungssache.

Der Sonntagabendspielfilm entfällt dann aber…
Der entfällt. Man kann dafür aber eine Menge andere schöne Dinge machen. Man hat ja auch wesentlich mehr vom Tag. Erlebt Sachen, die man nicht erlebt hätte, wenn man bis ein Uhr Mittags im Bett liegt, weil man am Abend zuvor im Club war.

Was sagen Sie zu Ihrem neuen Team?
Ich bin schon einige Wochen dabei und freue mich wahnsinnig. Ich habe Jan und andere vom Team schon beim Casting kennen gelernt. Jetzt kann ich aber sagen: Das ist ja so eine verrückte Rasselbande… da hat man gute Laune. Die Leute sind so relaxed und lustig. Die unterscheiden sich nicht von meinen alten Kollegen bei Antenne Bayern. Ein bisschen Bedenken hatte ich schon, weil ich dachte, dass die Leute beim Frühstücksfernsehen nicht ganz so lustig sind, wie bei uns.

Sie sagen immer noch „bei uns“…
Ja, weil die Antenne mir viel gebracht und viel geholfen hat. Ich vermisse meine alten Kollegen an manchen Stellen ganz schrecklich doll.

Wie ist das Fernsehangebot zustande gekommen?
Ich wurde angerufen und zu einem Casting eingeladen. Diesem Anruf bin ich gefolgt, habe mir hier alles angeschaut und mein erstes Casting gemacht. Das war sehr aufregend. Beim zweiten Casting hat sich schon alles entschieden. Das war wie im Märchen – so sagt das meine Mama zumindest immer…

Und am nächsten Sonntag lesen Sie, wie sich Annika Kipp mit Jan Hahn versteht und welche Pläne sie in der Zukunft hat.
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