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Ellenlanger «Simpsons»-Marathon: Rote Zahlen dominieren bei gelber Familie

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Knackige fünfeinhalb Stunden lang strahlte ProSieben eine Folge der Kult-Comedy nach der anderen aus. Das Publikum zeigte sich wenig angetan ob dieser Heavy Rotation.

Drei Serienabende, vier Formate

In den kommenden Wochen wird ProSieben montags bis mittwochs auf Serienabende setzen. Wer Lust auf «The Big Bang Theory» hat, wird dabei montags gleich 16 Mal hintereinander (bis 3:15 Uhr) bedient, «Simpsons»-Fans erhalten dienstags weitere Zwölferpacks und wer die alten «Two and a Half Men»-Folgen noch nicht oft genug gesehen hat, wird mittwochs ab 22:15 Uhr immerhin achtmal hintereinander beglückt. Hinzu kommen zwei alte «Grey's Anatomy»-Folgen zur Primetime.
Ein einziges Mal erreichten «Die Simpsons»  in den vergangenen drei Monaten zwischen 20:15 Uhr und 22:10 Uhr einen zweistelligen Marktanteil - in ganzen 30 Anläufen. Nein, die TV-Familie aus Springfield befindet sich aktuell sicherlich nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft, weshalb es durchaus vielsagend anmutet, wenn ProSieben nun dennoch wochenlang versucht, am Dienstagabend mit ihr durch den Sommer zu kommen. Am Dienstag ging dieses Rezept schon einmal nur sehr bedingt auf, die Marktanteile der ersten beiden Episoden der 24. Staffel beliefen sich etwa nur auf 8,5 und 7,9 Prozent der Zielgruppe, bevor dann ab 21:15 Uhr wiederum sechs weitere Episoden aus dem 25. Durchgang auf Werte zwischen 6,6 und 8,6 Prozent gelangten. Beim Gesamtpublikum standen durchweg schlechte 2,5 bis 3,5 Prozent bei bestenfalls 0,95 Millionen auf dem Papier - seit Mitte März wurde übrigens nicht mehr die Millionenmarke geknackt.

Ab 23:55 Uhr rundete man die Monokultur dann noch mit vier Klassikern aus dem vierten Durchgang ab, der 1992 produziert worden war. Während die erste Folge noch auf dem Niveau der vorherigen acht rangierte, kam dann ab 0:25 Uhr endlich doch noch etwas wie Euphorie auf, denn die Marktanteile verbesserten sich ab hier sukzessive von 11,8 auf 13,5 Prozent der Zielgruppe. Beim Gesamtpublikum erreichte die letzte Folge des laaaaaaangen «Simpsons»-Abend ebenfalls starke 6,3 Prozent bei noch 0,30 Millionen Fernsehenden.

Bei zwölf abend- und nächtlichen Einsätzen bedarf es nicht zwingend auch noch weiterer Episoden am Vorabend? In der Unterföhriger Programmführung sah man dies offensichtlich anders und zeigte auch ab 18:10 Uhr die gewohnte Doppelration, die auf ebenfalls eher unspektakuläre 9,5 und 9,7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen zu verweisen hatten. Insgesamt sahen hier 0,56 und 0,65 Millionen zu, die Marktanteile betrugen jeweils 3,3 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/101608
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